Gender-Herz-Zentrum: Geschlechtsspezifische Medizin

GECHLECHTERSENSIBLE MEDIZIN MIT 3-TESLA HERZ-MRT-UNTERSUCHUNG

Gender-Herz-Zentrum: Gerade bei Herzerkrankungen werden genderspezifische Unterschiede deutlich, denn Frauen und Männer haben bei gleicher Erkrankung häufig unterschiedliche Anzeichen. Dabei haben Frauen häufig untypische Beschwerden, die oft und vielfach nicht erkannt werden. So wird bei Frauen etwa viermal häufiger ein Herzinfarkt verkannt als bei Männern. Frauen leiden mehrfach an Luftnot, Druckgefühl auf der Brust oder im Oberbauch und Leistungsschwäche sowie Müdigkeit. Ursachen können Durchblutungsstörungen des Herzens sein, insbesondere sogenannte Mikrozirkulationsstörungen. Hier sind die kleinsten Gefäße am Herzen in ihrer Funktion gestört.

Die Herz-MRT-Untersuchung im Gender-Herz-Zentrum bietet hervorragende Möglichkeiten für die gendersensible Diagnostik von Herzerkrankungen, insbesondere auch für solche, die häufiger Frauen betreffen, wie Herzschwäche bei erhaltener Pumpfunktion des Herzens (Füllungsstörung), Verkrampfung der Herzkranzgefäße (Koronarspasmus), stressbedingte Herzschwäche (Stress-Kardiomyopathie, Broken Heart Syndrome, Takozubo-Kardiomyopathie) oder Mikrozirkulationsstörungen (Small Vessel Disease).

Aufgrund unserer besonderen Expertise in der Gendermedizin, also der geschlechtersensiblen oder geschlechtsspezifischen Medizin, gehen wir Ihren Beschwerden im Gender-Herz-Zentrum detailliert auf den Grund.

Patientinnen im Gender-Herz-Zentrum bei Cardiomed24

Im Gender-Herz-Zentrum führen wir geschlechts- und genderspezifische Untersuchungen bei Herz-Erkrankungen durch

Was bietet eine 3-Tesla Magnetresonanztomographie des Herzens?

Mit der Magnetresonanztomographie im Raum Düsseldorf/Köln ermöglichen wir unseren Patient*innen eine hochauflösende Bilddiagnostik des Herzens und der Gefäße

Ihr Termin für die Herz-MRT-Untersuchung

Gerne richten wir unter info@cardiomed24.de oder telefonisch einen Untersuchungstermin für einen unserer beiden Standorte für Sie ein.
Alternativ können Sie Ihren Termin für die Magnetresonanztomographie, die wir in Düsseldorf durchführen, über Doctolib selbst buchen. Bitte kontaktieren Sie uns in diesem Fall zeitnah telefonisch, damit wir Sie im Vorfeld über die Formalitäten und den Ablauf informieren können.

FAQs

Das Gender-Herz-Zentrum ist auf die genderspezifische Diagnostik und geschlechtersensible Behandlung von Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen spezialisiert. Dabei werden die biologischen und medizinischen Unterschiede zwischen Frauen und Männern berücksichtigt, um Herz- und Gefäßerkrankungen frühzeitig und präzise zu erkennen und individuell zu behandeln.
Frauen und Männer zeigen bei vielen Herz- und Gefäßerkrankungen unterschiedliche Symptome, Krankheitsverläufe und Risikoprofile. Besonders Frauen leiden häufig unter weniger typischen Beschwerden, wodurch Herz- und Gefäßerkrankungen häufiger übersehen oder erst später diagnostiziert werden. Die geschlechtsspezifische Medizin trägt dazu bei, diese Unterschiede gezielt zu berücksichtigen und eine frühzeitige sowie individuell angepasste Diagnostik und Behandlung zu ermöglichen.
Ja. Frauen zeigen bei einem Herzinfarkt häufig andere Symptome als Männer, etwa Atemnot, Übelkeit, starke Müdigkeit sowie Schmerzen im Rücken oder Oberbauch statt der klassischen Brustschmerzen. Dadurch wird ein Herzinfarkt bei Frauen häufig später erkannt.
Frauen und Männer unterscheiden sich unter anderem in der Anatomie, der durchschnittlichen Organgröße, den Hormonen, der Körperzusammensetzung – insbesondere hinsichtlich des unterschiedlichen Körperfettanteils – sowie in der Aufnahme, Verstoffwechselung und Wirkung von Arzneimitteln. Darüber hinaus ist die Magen-Darm-Passage bei Frauen im Durchschnitt langsamer als bei Männern, und auch der Säuregehalt des Magens unterscheidet sich. All diese biologischen Unterschiede können dazu beitragen, dass Frauen bei Herz- und Gefäßerkrankungen andere oder weniger typische Symptome entwickeln als Männer.
Ja. Neben den klassischen Verengungen der Herzkranzgefäße leiden Frauen häufiger unter Erkrankungen der kleinen Herzgefäße (koronare Mikrozirkulationsstörung) sowie unter krampfartigen Verengungen der Herzkranzgefäße (Koronarspasmen). Auch Herzmuskelerkrankungen mit einer gestörten Entspannungs- und Füllungsfunktion des Herzens (diastolische Dysfunktion bzw. Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion) treten bei Frauen häufiger auf, insbesondere im Zusammenhang mit Bluthochdruck. Diese Erkrankungen werden trotz wiederkehrender Beschwerden wie Luftnot, Druck- oder Engegefühl im Brustkorb, Leistungsminderung oder ausgeprägter Müdigkeit häufig nicht ausreichend erkannt oder erst verspätet diagnostiziert.

Da die großen Herzkranzgefäße bei diesen Patientinnen häufig keine oder nur gering ausgeprägte Verengungen aufweisen, bleiben die eigentlichen Ursachen der Beschwerden nicht selten unerkannt. Eine sorgfältige geschlechtsspezifische Diagnostik mit modernen Untersuchungsverfahren sowie eine besondere Erfahrung in der Gendermedizin sind daher entscheidend, um auch Erkrankungen der kleinen Herzgefäße und funktionelle Störungen der Herzkranzgefäße frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. Dies stellt einen besonderen Schwerpunkt des Gender-Herz-Zentrums dar.

Eine Herz-MRT-Untersuchung ist sinnvoll bei unklaren Brustschmerzen, Atemnot oder dem Verdacht auf eine Herzerkrankung. Sie ermöglicht eine präzise, strahlungsfreie Beurteilung des Herzmuskels, der Herzfunktion, der Durchblutung sowie möglicher Entzündungen oder Vernarbungen des Herzmuskels.
Das Broken-Heart-Syndrom (Takotsubo-Kardiomyopathie) ist eine meist vorübergehende Herzmuskelerkrankung, die häufig durch starken emotionalen oder körperlichen Stress ausgelöst wird. Die Beschwerden ähneln einem Herzinfarkt und treten überwiegend bei Frauen nach den Wechseljahren auf.
Die Frauenherzmedizin als Teil der Gendermedizin befasst sich mit den geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Herz- und Gefäßerkrankungen. Ziel ist es, insbesondere Symptome von Herz- und Gefäßerkrankungen, die bei Frauen häufig nicht lehrbuchartig oder weniger typisch ausgeprägt sind, richtig zu deuten sowie Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und individuell zu behandeln. Dies erfordert eine besondere Kenntnis und Sensibilität des behandelnden Arztes sowie eine entsprechende Erfahrung auf dem Gebiet der geschlechtsspezifischen Medizin beziehungsweise Gendermedizin.